Sinnlich, verführerisch, lecker: Dafür steht der Apfel. Er verkörpert das Paradies, und deshalb schmeckt er wohl so gut. Der Apfel ist mit seinen roten Bäckchen unser Lieblingsobst, und am Niederrhein ist er zu Hause. Da muss man einfach zugreifen und knackig hineinbeißen.
Knackige Lieblinge
Elstar, Braeburn, Gala: Das sind die gefragtesten Apfelsorten am Niederrhein. Es sind aber auch noch viele alte Apfelsorten in der Region zwischen Rhein und Maas vertreten. Rote Sternrenette etwa, Berlepsch oder auch der Rheinische Bohnapfel. Gut zehn Prozent der deutschen Apfelernte kommt vom Niederrhein. Und damit zählt er zu den Spitzenanbauregionen in Deutschland.
Die Äpfel schmecken herausragend aromatisch – säuerlich oder süß, fein oder würzig. Testen Sie es aus und entdecken Sie am Niederrhein Ihren persönlichen Favoriten. Viele Sorten sind nicht nur für den Frischverzehr geeignet, sondern bieten sich auch fürs Kochen oder Backen an wie etwa James Grieve oder Delbar-Estivalle. Und werden natürlich zu leckerem, vitaminreichen Apfelsaft verarbeitet, den man in Bauerncafés, Restaurants oder bei den Erzeugern genießen kann.
Die erste Ernte beginnt meist bereits Mitte Juli, und die gut lagerfähigen Äpfel wie Braeburn und Topaz werden im Oktober gepflückt. Damit gibt es nicht nur eine große Auswahl, sondern auch fast das ganze Jahr über frische Ware. Direkt vom Baum in den Laden. Regionales Obst und Gemüse, möglichst direkt vom Erzeuger, steht für Frische, Transparenz und kurze Transportwege. Das erhält Arbeitsplätze, dient der sicheren Nahversorgung mit Lebensmitteln – und schont das Klima.
Übrigens: Der Apfel ist unbestritten das Lieblingsobst der Deutschen. So liegt der Pro-Kopf-Verbrauch frischer Äpfel in Deutschland bei 18,5 Kilogramm pro Jahr – das macht etwa 61 Äpfel aus. Und am Niederrhein gibt es sogar eine „Apfelstadt“ mit einer eigenen Apfelkönigin.
Unser Apfelkraut – lecker & gesund!
Apfelkraut
Äpfel schälen, vierteln und anschließend grob reiben. In einen großen Kochtopf geben und mit etwas Apfelsaft auffüllen, sodass die geriebenen Äpfel nicht anbrennen. Unter Rühren aufkochen und anschließend noch einige Minuten kochen lassen. Anschließend ein Sieb nehmen, mit einem Bauwolltuch auslegen. Dann das Ganze auf einen Topf setzen. Saft ablaufen lassen. Sobald die Masse runtergekühlt ist, die restliche Flüssigkeit aus dem Tuch wringen.
Tipp: Wer seine niederrheinischen Äpfel bereits entsaftet hat, kann sich diesen ersten Schritt natürlich sparen.
Nun den frisch hergestellten Apfelsaft aufkochen und bei mittlerer Hitze ohne Deckel so lange einkochen, bis eine dunkelbraun-sirupartige Masse entsteht. Wichtig: Sobald der Saft dickflüssiger wird, immer wieder umrühren, damit am Boden nichts ansetzt. Fertiges Apfelkraut in saubere Marmeladengläser einfüllen, gut verschließen, abkühlen lassen. Fertig!
Verwendung: Kann als Brotaufstrich, in Soßen und zum Süßen von Backwaren verwendet werden.
Zutaten
| 5 kg | Äpfel |
| 250 ml | Apfelsaft |
| Sieb | |
| Baumwolltuch | |
| Marmeladengläser |
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