{"id":9500,"date":"2023-02-22T12:52:24","date_gmt":"2023-02-22T11:52:24","guid":{"rendered":"https:\/\/react.p3group.de\/poi\/st-aldegundis-kirche-emmerich-3\/"},"modified":"2023-02-22T12:52:24","modified_gmt":"2023-02-22T11:52:24","slug":"st-aldegundis-kirche-emmerich-3","status":"publish","type":"poi","link":"https:\/\/react.p3group.de\/en\/kultur\/st-aldegundis-kirche-emmerich-3\/","title":{"rendered":"St. Aldegundis Kirche Emmerich"},"content":{"rendered":"<p>Geschichte und Architektur<\/p>\n<p>Die Kirche wurde um 700 unter dem\u00a0Patrozinium\u00a0des hl.\u00a0Martin\u00a0errichtet. Sie war seit 914 mit einem\u00a0Kollegiatstift\u00a0verbunden. Der Wechsel des Patronates, die Kirche wurde der hl.\u00a0Aldegundis\u00a0geweiht, erfolgte mit dem Wegzug des Martinstiftes und der Errichtung seiner eigenen Kirche, dem die Pfarrkirche bis 1439\u00a0inkorporiert\u00a0war.<\/p>\n<p>Von 1449 bis 1514 wurde anstelle der durch Brand zerst\u00f6rten Vorg\u00e4ngerkirche eine langgestreckte, dreischiffige\u00a0Pseudobasilika\u00a0aus Backstein mit\u00a0Tuff\u00a0errichtet. Die Kirche schloss mit drei\u00a0Chorpolygonen, der dreigeschossige\u00a0Turm\u00a0aus Tuff war eingebaut. Unter der Leitung von Johann von Wintern wurde 1449 zun\u00e4chst nach einem Bauplan begonnen, bei dem ein um zwei\u00a0Joche\u00a0k\u00fcrzeres\u00a0Langhaus\u00a0und ein vorgesetzter\u00a0Westturm\u00a0vorgesehen war. Die Chorweihe erfolgte 1474; zu diesem Zeitpunkt muss der Westabschluss der Anlage schon in Arbeit gewesen sein. Die schr\u00e4ggestellten\u00a0Strebepfeiler\u00a0zwischen dem zweiten und dritten westlichen Joch belegen das. Es waren auch die niedrigen Seitench\u00f6re von einem Joch und\u00a05\/8-Schluss\u00a0kreuzrippengew\u00f6lbt. Dem Langhaus wurden von 1483 bis 1514 zwei Joche mit dem eingebauten Turm angef\u00fcgt. Die schon ausgef\u00fchrten Fundamente des Turms der ersten Planung bedingten den quadratischen Grundriss des angef\u00fcgten Mittelschiffjoches. W\u00e4hrend dieser Bauphase wurden in das Mittelschiff und in den aus zwei Jochen bestehenden Hauptchor mit 5\/8 Schluss feingliedrige\u00a0Sterngew\u00f6lbe\u00a0eingezogen. Die Seitenschiffe wurden mit\u00a0Netzgew\u00f6lben\u00a0geschlossen. Der Turm wurde 1651 durch einen Brand zerst\u00f6rt und erst nach 1719 wieder aufgebaut. Er wurde 1854 renoviert. Eine umfassende Renovierung des Kirchenbaus wurde um 1944 vorgenommen. Im\u00a0Zweiten Weltkrieg\u00a0wurde die Kirche 1944 bis auf die Umfassungsmauern zerst\u00f6rt. Das Langhaus und der Chor wurden bis 1955 in den alten Formen wiederhergestellt. Mit dem Bau des Turmes wurde 1959 begonnen. Die Figuren am Turm wurden 1967 von\u00a0Waldemar Kuhn\u00a0geschaffen. Die Turmvorhalle ist in gro\u00dfen St\u00fctzbogen zum Innenraum ge\u00f6ffnet. Die Betonplatte der\u00a0Orgelempore\u00a0wurde zwischen die Pfeiler der hohen Turmhalle eingeh\u00e4ngt. Der leicht abgesenkte Raum darunter wird als\u00a0Taufkapelle\u00a0genutzt. Die Wand im s\u00fcdlichen Nebenchor wurde bis zur H\u00f6he der\u00a0Sohlbank\u00a0ornamental gefliest. In die Westfassade wurde ein\u00a0Doppelportal\u00a0eingebaut. Es entstand insgesamt ein Geb\u00e4ude des klevischen Typus der Pseudobasilika.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Ausstattung<\/p>\n<ul>\n<li>Ein Wandgem\u00e4lde wurde 1888 von\u00a0Friedrich Stummel\u00a0gemalt. Es befindet sich an der s\u00fcd\u00f6stlichen Wand des Polygons. Es zeigt die\u00a0Muttergottes\u00a0verehrende\u00a0Dominikaner. Es wurde zur Erinnerung an die Gr\u00fcndung der\u00a0Rosenkranzbruderschaft\u00a0geschaffen.<\/li>\n<li>An einer\u00a0Stele\u00a0h\u00e4ngt ein\u00a0Tafelbild\u00a0von 1350, es zeigt Christus im Grab und ist\u00a0Duccio di Buoninsegna\u00a0zugeschrieben.<\/li>\n<li>Das\u00a0Triptychon\u00a0an der S\u00fcdwand wurde um 1900 von H. Lamers nach einer Vorlage von\u00a0Rogier van der Weyden\u00a0geschaffen. Es werden die\u00a0Anbetung der K\u00f6nige, die Verk\u00fcndigung und die\u00a0Darbringung\u00a0gezeigt.<\/li>\n<li>Auf Konsolen an den \u00f6stlichen Turmpfeilern stehen Figuren der hl.\u00a0Katharina\u00a0und der hl.\u00a0Agnes\u00a0von der Zeit um 1470 bis 1480. Agnes tr\u00e4gt die Wolkenbandkette des klevischen Antoniusordens.<\/li>\n<li>Die\u00a0Doppelmadonna\u00a0von etwa 1490 ist ein Werk des\u00a0Dries Holthuys. Die Skulptur steht in einer Leuchterkrone von 1963.<\/li>\n<li>Im n\u00f6rdlichen Seitenschiff stehen auf Konsolen Figuren des hl.\u00a0Thomas von Aquin, des hl.\u00a0Christophorus\u00a0und des hl.\u00a0Johannes Evangelist. Die Figur des Thomas stammt aus der Zeit um 1480 und ist dem Umkreis des Meisters Arnt zugeschrieben,\u00a0Fassungsreste\u00a0sind erhalten. Der Christophorus stammt von etwa 1500, er ist dem Umkreis von Dries Holthuys zugeschrieben. Die Figur wurde neu gefasst. Johannes aus der Zeit um 1530 ist H. van Holt zugeschrieben.<\/li>\n<li>Rechts und links vom Chorpolygon stehen Holzfiguren der hl. Katharina von etwa 1510\/20 und des hl.\u00a0Jakobus der \u00c4ltere\u00a0von etwa 1500. Beide Figuren sind neu gefasst.<\/li>\n<li>Im s\u00fcdlichen Seitenschiff steht auf einer Stele die ungefasste Figur des hl. Sebastian aus der Zeit um 1480.<\/li>\n<li>Die\u00a0silbervergoldete\u00a0Turmmonstranz\u00a0wurde Anfang des 16. Jahrhunderts geschaffen. Sie ist eines der wichtigsten Werke der klevischen Goldschmiedekunst der Sp\u00e4tgotik.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die St. Aldegundis-Kirche (rk) im Stadtzentrum wurde im 15. Jh. am heutigen Aldegundiskirchplatz erbaut. Bis 1944 hatte sie eine spitze Haube, die im Krieg zerst\u00f6rt und danach in moderner Form als Basaltkranz wieder aufgebaut wurde. Ein Konzertglockenspiel- ein Carillon mit 43 Glocken \u2013 wurde hier im Jahre 2000 installiert. Es erinnert an das 1300-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der ersten Kirchengr\u00fcndung in Emmerich am Rhein durch den Hl. Willibrord. Im Innern der Kirche befindet sich ein pr\u00e4chtiger Kronleuchter mit einer doppelten Strahlenkranzmadonna.<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":14881,"template":"","destinations":[242],"class_list":["post-9500","poi","type-poi","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","destination-kirchen-kloester"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v19.6.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>St. Aldegundis Kirche Emmerich - Stadt. Land. Niederrhein<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"St. Aldegundis Kirche Emmerich - Stadt. Land. Niederrhein\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die St. Aldegundis-Kirche (rk) im Stadtzentrum wurde im 15. 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