© Ilka Janhsen
Haus zu den fünf Ringen
Historische OrteEinblicke in sein Inneres und in seine mehr als 500-jährige Geschichte gibt das Haus zu den Fünf Ringen in Goch. Es wurde um 1550 als stolzes Patrizierhaus gebaut und liegt in unmittelbarer Nähe des Gocher Marktplatzes, wo es stadtprägender Blickfang ist. Schließlich ist es das einzige noch fast vollständig erhaltene Haus aus dem 16. Jahrhundert. Obwohl es im Zweiten Weltkrieg im inneren Kern völlig zerstört wurde, sind die Außenmauern stehen geblieben. Bis zum heutigen Tag ist das Haus Teil des gepflegten historischen Stadtbildes von Goch geblieben. Beim Haus zu den Fünf Ringen handelt es sich um einen dreistöckigen, drei Achsen breiten Backsteinbau mit zweigeschossigem zinnbesetztem Giebel zwischen achtseitigen Eckwarten. Die Fensterkreuze und Kragsteine der Eckwarten bestehen aus Haustein. Über den Kreuzstockfenstern im dritten Stock befinden sich hochrechteckige Blenden. Darüber wurde das Horizontalgesims erneuert. Das untere Fenster in der Mittelachse des Giebels wird von zwei Kreuzstockblenden flankiert, das kleinere obere Fenster schließt mit einer Spitzbogenblende. Die westlich einfachere Rückseite des Hauses besitzt einen Stufengiebel. Im dritten Geschoss sind drei mittelalterliche Kreuzstockfenster mitoriginaler Substanz erhalten. Im Giebel spendet je ein Paar Rechteckfenster übereinander Licht. Kreuzstockfenster und Kreuzstockblenden wurden unter anderem in den Jahren 1900 / 01 nach Entwürfen des Diözesanbaumeisters Renard aus Köln wiederhergestellt. Gleichzeitig erhielten die Fenster der vorderen Fassade eine Zementumrahmung und die bunten Holzblenden.
Haus zu den fünf Ringen
Steinstraße 1
47574 Goch
Kreis Kleve
Karte & Anreise
Quelle / Organisation:
Rüdiger Wenzel
Rüdiger Wenzel
Datensatz-ID:
9867
9867
Zuletzt geändert:
22.02.2023
22.02.2023
