Seit mehr als 1000 Jahren : Millen – Kirche, Propstei und Zehntscheune
Der kleine Ort Millen an der heutigen Grenze zu den Niederlanden mit seinem historischen Ortskern spielte im Mittelalter eine führende Rolle als einer der Verwaltungssitze des Herzogtums Jülich in der Region. Im Jahr 2000 feierten die Bewohner des Dorfes das 1000jährige Bestehen ihrer Kirche. Die Nikolauskirche, deren Mauerwerk zum Teil aus Maaskieseln besteht, gehört zu […]
Seit mehr als 1000 Jahren : Millen – Kirche, Propstei und Zehntscheune
Historische OrteDer kleine Ort Millen an der heutigen Grenze zu den Niederlanden mit seinem historischen Ortskern spielte im Mittelalter eine führende Rolle als einer der Verwaltungssitze des Herzogtums Jülich in der Region. Im Jahr 2000 feierten die Bewohner des Dorfes das 1000jährige Bestehen ihrer Kirche.
Die Nikolauskirche, deren Mauerwerk zum Teil aus Maaskieseln besteht, gehört zu den ältesten Bauten der Region. Die Benediktinerabtei Siegburg errichtete dann im12. Jahrhundert eine Probstei. Durch die Reliquien des heiligen Quirinius hatte sich sich Millen schon 1126 zum Wallfahrtsort entwickelt.
Beeindruckende Zeugen der Vergangenheit sind die Kirche, die Propstei und die Zehntscheune. Die Kirche St. Nikolaus gehört zu den kunstgeschichtlich wertvollsten Gebäuden in der Region. Chor und Apsis stammen sogar noch aus der Zeit um die Jahrtausendwende.
Neben Kirche und Propstei ist auch die erhaltene Zehntscheune neben der Kirche sehenswert. Das Wort Zehnt leitet sich vom Lateinischen decenia ab und bedeutet so viel wie Zehntel oder zehnter Teil eines Produktes. Im Zuge der Französischen Revolution im 18. Jahrhundert wurde die Region von den französischen Armeen erobert und gehörte lange Jahre zu Frankreich. Damit einher ging die Abschaffung der Feudalherrschaft auch des Zehntwesens.
Seit mehr als 1000 Jahren : Millen – Kirche, Propstei und Zehntscheune
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Kurt Stieding
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22.02.2023
